In
Zeiten, wo die meisten Steyr 1 - Mitglieder schon hart am 30er kratzen, gibt
es tatsächlich noch einige ganz junge, die noch im fast kindlichen Alter ihren ersten
runden Geburtstag mit den Steyr 1 - Kameraden feiern.
Zu so einer 20er Feier lud Patrick ein. Für das kulinarische Wohlergehen hat er Grillmeister Jürgen engagiert, und auch Getränke hat er in mehr als ausreichender Zahl in den Kühlschränken gebunkert.
Nachdem die Geburtstagsgäste verköstigt waren, wurde es Zeit für die Abendunterhaltung. Es ist wohl jedem Klar, wer dessen (eher unfreiwillige) Mittelpunkt war.
Wie schon bei vielen Geburtstagsfeiern bewährt, gab es auch bei Patricks
einen Stationsbetrieb. Dem Steyr 1 - Ältestenrat sind dabei fünf mehr oder weniger
anstrengende und auf Patrick zugeschnittene Aufgaben eingefallen.
Die
erste Aufgabe, das Wettzillenfahren - Patrick ist ja aktives Mitglied
der Wasserwehr, und hat auch schon die entsprechenden Leistungsabzeichen - war
eine wahre Herausforderung. Wie es sich für Steyr 1 - Mitglieder gehört, messen
sie sich nur mit den besten ihrer Klasse. So durfte Patrick auch gegen einen Landessieger
im Zillenbewerb (davon gibts ja genug bei Steyr 1) antreten. Aber irgendwie
haben wir hier Patrick zu viel zugemutet. Bereits kurz nach dem Start hatte
Landessieger Markus deutlich die Zille vorn, während Patrick hier irgendwie
in eine andere Richtung fuhr.
Nachdem
Patrick dann das "Verlierergetränk" eingenommen hatte, ging es schnurstracks
zur Aufgabe 2: Wettwiegen! Patrick muß es schaffen, genauso schwer
wie das am stabilsten gebaute Steyr 1 Mitglied zu sein. Der Hintergrund: Patrick
hat das maximal zulässige Gesamtgewicht als Atemschutzträger um 2,5 kg überschritten,
deshalb scheidet eine sonst übliche Aufgabe mit schwerem Atemschutz bei ihm
aus. Deshalb so eine demütigende aufs Gewicht anspielende Aufgabe.
Herbert stellte sich hierbei als "Referenzmaß" zur Verfügung. Aus
Pietätsgründen veröffentlichen wir hier das Gewicht nicht.
Patrick
versuchte sein Glück mit zwei Bierbänken, brachte damit aber trotzdem nicht
das geforderte Gewicht zustande. 5 kg zuwenig bei 2,5 kg Toleranzgrenze brachten
auch diese Aufgabe für Patrick zum Scheitern. Natürlich durfte er dann auch
hier sein "Verlierergetränk" einnehmen.
Aufgabe
3 war Kübelspritzen. Patrick war ja auch bei der Feuerwehrjugend
(und das ist ja noch nicht einmal so lange her), und hat dort bereits Erfahrung
mit dem Jugendbewerb gemacht. Dort mußte unter anderem Wasser mit der Kübelspritze
gepumpt werden.
Da ja Patrick schon etwas größer ist, haben wir das für ihn etwas herausfordernder gestaltet: Mit der Kübelspritze galt es einen C-Schlauch zu versorgen, bis dieser komplett gefüllt ist (gut 30 Liter), und an dessen Strahlrohr genug Wasser herauskommt um ein Glas zu füllen. Das Wasser dafür durfte er mittels Wassersack aus der nahe gelegenen Enns holen.

Nachdem
er seine Aufgabe nach über 3 Minuten völlig erschöpft erledigt hatte, waren nun
seine Kameraden an der Reihe, diese Zeit zu unterbieten. Die erfahrenen
Steyr 1 Mitglieder wissen natürlich, daß mittels Teamarbeit vieles
einfacher geht, und so übernahm einer die Wasserversorgung, während der andere
pumpte. Bei Bedarf wurde halt gewechselt.
So
kam es, daß die Steyr 1 - Mitglieder in der hälfte der Zeit das Glas gefüllt
hatten, als die die Patrick benötigt hatte.
Wer nun das "Verlierergetränk" einnehmen durfte, steht wohl außer Frage...
Die
4. Aufgabe, stille Post, war besonders schwierig. Wir haben noch
Bewerbe erlebt, wo man Kommandos bei den Staffelläufen mitübergeben mußte. Wir
wollten testen, ob Patrick auch dafür geeignet gewesen wäre (er hat dies ja
leider noch nie miterleben dürfen). Dazu stellten wir eine Reihe aus feuerwehrfremden
Personen zusammen (in deren Mitte sich aber doch auch ein Steyr 1 Mitglied gemischt
hatte), Patrick mußte die drei vorgegebenen Kommandos auf der einen Seite "einflüstern",
das gleiche sollte dann hinten herauskommen. Aber anscheinend sprach er schon
so undeutlich, daß statt "Vier Sauger" am Ende "Biersauger",
anstatt "Saugleitung zu Wasser" "Saugleitung fürs Wasser"
und anstatt "Leinen anlegen" "Ohren anlegen" herausgekommen
ist. Natürlich mußte dann jeweils das "Verlierergetränk" wieder herhalten.
Die
5. Aufgabe, "Seidlbar", war nach den vergangenen Strapazen
eine richtig erholsame Aufgabe. Zumindest für die Steyr 1 Mitglieder. Wie nach
einem erfolgreichen Bewerbslauf, steht die Gruppe beisammen und läßt sich erfrischende
Getränke servieren. Das durfte nun auch Patrick tun (servieren, nicht beisammen
stehen). Um das aber etwas anspruchsvoller zu gestalten, befanden sich die
zu bedienenden Kameraden in einer Zille, Patrick und die Getränke in einer anderen.
Beide Zillen waren durch eine Leiter verbunden, über die der Serviervorgang
erfolgen mußte. Das war endlich eine Aufgabe, die Patrick geschafft hatte, wenn
es auch ziemlich lange gedauert hat, bis alle ihre Getränke erhalten hatten.
Die Zille mit den Kameraden steuerte danach wieder Festland an. Patrick begriff dann auch, daß er alleine in der Zille auf offenem Wasser und ohne Ruder nicht viel ausrichten konnte. Ihm blieb nichts anderes übrig, als zum Festland zu schwimmen, um seiner Feier weiterhin beizuwohnen.
Patrick, wir bedanken uns bei Dir für diese tolle Geburtstagsfeier, und hoffentlich gehts bei Deinem nächsten "Runden" auch so rund zu. Wir wünschen Dir alles Gute für Deine Zukunft, und viel Spaß mit Deinem Geburtstagsgeschenk, eine Raftingtour mit den Steyr 1 Kameraden!
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letzte Änderung: |
Steyr 1, die Bewerbsgruppe |