
Das
waren noch Zeiten, wie wir noch als Feuerwehrjugend gelaufen sind. Damals
schon sind wir immer besser geworden, es trieb uns schon der Ehrgeiz (Gruß
an Didi) zu Höchstleistungen, uns konnte keiner mehr aufhalten. Kurz vor unserem
richtigen Durchbruch, bevor wir an der Spitze bei den Jugendbewerben mitmischen
konnten, wurden wir leider alle plötzlich 16 und durften nicht mehr mitlaufen.
Stattdessen fingen wir bei den Aktivbewerben wieder von vorne an (seufz).
Das
war die mehr theoretische Seite unserer Jugendausbildung: Gerätekunde,
Knoten, Funk, Dienstgrade, ... wurde uns alles gelehrt. Dies wurde jährlich
bei den Wissenstests geprüft, wo wir dann die jeweils nächste Stufe (Bronce/Silber/Gold)
erhielten.
(Hier abgebildet nur das goldene Abzeichen, Bronce und Silber wurden vom Autor verschlampt)


Auch
schon wieder lange her, als wir das "Broncene" und "Silberne"
absolviert hatten. Damals stand die Zeit noch nicht so im Vordergund, wichtig
war nur das Durchkommen. Mit diesen Abzeichen hat für jedes Steyr 1 - Mitglied
die Karriere begonnen. Das "Goldene" Leistungsabzeichen, die "Feuerwehrmatura",
ist ein Einzelbewerb an der Landesfeuerwehrschule, das muß also jeder für sich
machen.





Schon
an der Menge der Abzeichen kann man erkennen, daß es sich hierbei um eine langwierige
Angelegenheit handelt. Dem ist tatsächlich so: Nur alle zwei Jahre darf man
um die jeweils nächste Stufe antreten, es dauert also insgesamt 10 Jahre, bis
man die höchste Stufe, gold-rot, hat (Für einige noch 12 Jahre, früher hat
es nämlich zwischen der jetztigen 2. und 3. Stufe noch eine Leerrunde ("Shake
Hands", ohne Abzeichen) gegeben. Dies ist seit den neuen Bestimmungen 2000
abgeschafft, wodurch dies einige Kameraden leider knapp nicht mehr erleben durften).
An dieser Stelle ein herzlicher Dank an die Kameraden aus Passau, die uns alle
2 Jahre auf die Prüfung vorbereiten.

Der
traditionelle kärntner Bewerb um das Leistungsabzeichen unterscheidet sich von
unserem bundeseinheitlichen maßgeblich. Es wird hier mit dem eigenen Gerät
angetreten, der Löschangriff ist "Naß", andere Kommandos und gänzlich
andere Vorgehensweise beim Löschangriff. Unser broncenes Leistungsabzeichen
erhielten wir bei so einem Bewerb. Grüsse an die Kameraden unserer Partnerfeuerwehr Pustritz, die uns den Kärntner
Bewerbsablauf beigebracht hat!
Seit 2006 findet aber auch in Kärnten ein Landesbewerb mit den bundeseinheitlichen Richtlinien statt. Steyr 1 war bei dem Premierenbewerb dabei und die Mitglieder erhielten hier das silberne Leistungsabzeichen.

Im
Jahr 2000 sind wir in Naaz um das Südtiroler Leistungsabzeichen angetreten.
Es war zwar prinzipiell der selbe Bewerbsablauf wie bei uns, nur die zusätzliche
Kommandoübergabe beim Staffellauf war etwas ungewohnt. Trotzdem haben wir souverän
bestanden. Die paar Tage im Zeltlager mitten in den Südtiroler Bergen waren
ein Erlebnis, an das wir uns gerne zurückerinnern, und auch gleichzeitig die
Vorstufe zu unseren jetztigen Trainingslager.

Unser
ganzer stolz: Das Bundesdeutsche Leistungsabzeichen gibt es erst seit 2001,
und auch hier kann man jährlich nur jeweils eine Stufe erreichen. Wir sind seit
Anfang an dabei (2001 Bronce in Andernach, 2002 Silber in Amberg) und werden
auch um das goldene Abzeichen antreten. Heuer gehts leider noch nicht, da der
Bewerbstermin genau mit unserem Landesbewerb zusammenfällt. Österreichweit gibt es erst eine handvoll
Gruppen, die so wie wir bereits das "Silberne" erreicht haben.


Der
Bewerb um das Funkleistungsabzeichen ist ebenfalls ein Einzelbewerb, den jeder
für sich an der Landesfeuerwehrschule absolviert. Hier geht es um die Aufgaben
des Lotsen- und Nachrichtendienstes, die hier in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden
abgeprüft werden: Kartenkunde, Erstellen von Funksprüchen, Übermittlung von
Nachrichten, Alarmierungsaufträge, usw. Besonders erwähnenswert ist, daß
unser Gruppenmitglied Markus beim Bewerb um das Funkleistungsabzeichen in Gold
einen Landessieg erreicht hat.

Im
Jahr 2000 beschlossen wir, beim Bewerb um das Burgenländische Atemschutzleistungsabzeichen
teilzunehmen. Nach intensivem Training an der Übungsstrecke der Flughafenfeuerwehr
Hörsching traten wir am 11. März mit 3 AS-Trupps in Hornstein an. Natürlich
hatten wir alle bestanden und sind bis jetzt die einzigen Steyrer Feuerwehrmänner
mit diesem Abzeichen.






Alle
5 Jahre findet der Bundesbewerb statt, bei dem die besten Bewerbsgruppen Österreichs
gegeneinander antreten. Die Bewerbsgruppe Steyr 1 hat sich 2003 erstmalig dafür
qualifiziert (Innsbruck). Damit war zum ersten Mal seit 33 Jahren wieder einmal eine
Gruppe aus Steyr beim Bundesbewerb dabei. 2008 absolvierte Steyr 1 den
Bundesbewerb in Wien.

2005
wurde in Oberösterreich die Atemschutzleistungsprüfung in Bronce eingeführt,
2007 folgte dann Silber. Bei dieser in mehreren Stationen
aufgebauten Prüfung geht es darum, die Schutzausrüstung richtig anzulegen, eine
Hindernisstrecke mit mehreren Aufgaben zu bewältigen, die Atemschutzgeräte nach
Gebrauch wieder einsatztauglich zu machen und auch etliche Fragen rund um das
Thema Atem- und Körperschutz zu beantworten.


Das
ÖSTA ist ein Leistungsabzeichen, bei welchem die Fähigkeiten im Bereich der
Leichtathletik geprüft werden. Fünf unterschiedlichen Disziplinen müssen die
Teilnehmer bestehen: Sprint, Schwimmen, Sprung, Kugelstoßen und Ausdauerlauf.
Dabei müssen je nach Alter und Klasse (Grundstufe bzw. Leistungsstufe) unterschiedliche
Vorgaben erfüllt werden.
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letzte Änderung: |
Steyr 1, die Bewerbsgruppe |