So
auch in diesem Fall: Lange bevor Hannes überhaupt den ersten Gedanken daran
verschwendete, daß er einmal 30 wird, traf sich schon ein speziell für diesen
Tag angeheuerter Ältestenrat regelmäßig zu Planungs- und Vorbereitungssitzungen.
Genaugenommen ein Zweit-Ältestenrat, weil der älteste in der Bewerbsgruppe ist
ja Hannes selbst - der konnte aber natürlich nicht daran teilnehmen, weil um
ihn ging es ja bei diesen anstrengenden Sitzungen.
Die Aktion startete an diesem denkwürdigen Tag planmäßig um Punkt 17:00 Uhr:
Eine wilde Horde junger Feuerwehrmänner störte das friedliche Beisammensitzen
der familiären Geburtstagsfeier. Weggezerrt von seiner wohlverdienten Torte
mußte sich Hannes - natürlich feuerwehrmäßig - ausrüsten.
Anschließend
ging es raus ins Freie. Schließlich mußte ja auch die münichholzer Bevölkerung
von Hannes's großen Tag erfahren. Um auch die angemessene Aufmerksamkeit zu
erregen, entwarf der Zweit-Ältestenrat ein besonders geeignetes Gefährt (Typenbezeichnung:
"Hannes 2006"): Ein Wasserwerfer montiert auf einem fahrbaren Untersatz,
dazu eine nicht allzu dezente Fahne mit einer Beschreibung des Grundes für den
Aufruhr.

Mit diesem "Hannes 2006" durchkreuzte unser Methusalem das örtliche Straßennetz und machte jedem seinen Zustand klar:
1) Ich bin 30
2) Ich bin Feuerwehrmann
Aber
damit nicht genug: Hannes hat nun endlich ein Alter erreicht, wo er bereit ist
sein Image als konservativer junger Mann abzulegen. Stattdessen sattelt
er jetzt um auf ausgeflippter älterer Herr. Den ersten Schritt dazu machte
er unterwegs beim Friseur. Er unterbrach kurz seine Fahrt, und machte mit den
Worten: "Hallo! I bin da Hannes und i feiert heit mein 30er! Ihr derfts
ma a fesche Frisur machen" seinem Anliegen Luft. Gestyled mit Rot-, Grün
und Glitzertönen setzte er seine Fahrt fort.
Auch
andere Bedürfnisse unterbrachen seine Fahrt: Mit seinem Auftritt im Blumengeschäft
"Hallo! I bin da Hannes und i feiert heit mein 30er! Mir hod nu nie irgendwer
Blumen gschenkt, drum kaf i mas heit söber zum Geburtstag!" besorgte er
sich auch gleich einen schönen Blumenstrauß.
Später bekam er unterwegs auch noch eine Stärkung von seinen Eltern die er gleich gierig verschlang.
Im
Zuge der Weiterfahrt wurde dann festgestellt, daß Hannes's letzte Teilnahme
an einer Atemschutzübung schon sehr lange zurückliegt. Außerdem traten Zweifel
auf, ob er mit seinem hohen Alter überhaupt noch mit dem Gerät umgehen kann.
Die Pflichten als Feuerwehrmann gehen schließlich bevor und so mußte er seinen
Weg unter schweren Atemschutz fortsetzen.
Die
Promotion-Tour fand schließlich im Feuerwehrhaus ihr Ende. Hier war aber bereits
die nächste Prüfung vorbereitet. 14 Fragen - für seine 14 Jahre Mitgliedschaft
bei der Feuerwehr - wollten beantwortet werden. Für jede richtige Antwort gab
es eine Belohnung: Er durfte eine Spirituose auswählen und mit einer beliebigen
Person anstoßen. Bei jeder falschen Antwort mußte er eine
gewisse Strecke runterradeln. Natürlich standen ihm auch die drei bekannten
Joker zur Verfügung.

Die Wissensgebiete waren verstreut über verschiedenen Abschnitte seiner Feuerwehr-Laufbahn.
Sie reichten von der praktischen Knotenkunde (Kreuzbund) bis hin zur Frage,
wie oft bereits die Blaulichter des Kommandantenfahrzeuges gestohlen wurden.
Den Telefonjoker setzte Hannes genau richtig bei der Frage nach den Zilleneigenschaften
ein. Hierfür waren nämlich Kameraden des Wasserzuges vorgesehen, die natürlich
alle technischen Daten wußten.
Nachdem
auch diese Prüfung bewältigt war, bekam er endlich das lang ersehnte Geschenk
der Bewerbsgruppe überreicht: Ein Urlaubswochenende in Saalbach mit ausgesuchten Steyr 1
- Mitgliedern. Natürlich mit Teilnahme an den World
Games of Mountainbiking.
Hannes, alles Gute zum 30er, und viel Spaß und Freude mit dem sorgsam ausgewählten Geschenk!
|
letzte Änderung: |
Steyr 1, die Bewerbsgruppe |